In der Regierung von Bundeskanzler Gerhard Schröder
wurde Schmidts Einfluss auf die Familienpolitik weiter gefestigt, als sie von 2002 bis 2005 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend war. Zu ihren wichtigsten Veränderungen in dieser Zeit gehörte die Gründung des Elternleitgelds, das Eltern, die sich von der Arbeit Zeit nahmen, sich um ihre Babys zu kümmern, finanzielle Unterstützung gewährte. Mit dem Ziel, beide Elternteile zu ermutigen, bei der Kinderbetreuung zu helfen und so die Gleichstellung der Geschlechter zu Hause voranzutreiben, war dieses Programm in seinem Ansatz revolutionär.
Schmidt kämpfte auch hart für den Ausbau und die Anhebung des Standards der Kindertagesstätten. Sie erkannte, dass die Rückkehr von Eltern, insbesondere Frauen, zur Arbeit eine zuverlässige und preisgünstige Kinderbetreuung erforderte. Ihre Beiträge in diesem Bereich halfen Familien ebenso wie dem größeren wirtschaftlichen Ziel, die Erwerbsbeteiligung zu erhöhen.
Schmidt konzentrierte sich während ihrer gesamten Karriere weiterhin stark auf die Gleichstellung der Geschlechter im politischen Bereich und in der allgemeinen Gesellschaft. Sie unterstützte Gesetze, die darauf abzielten, das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen zu verringern, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen und häuslicher Gewalt ein Ende zu setzen. Ihr Engagement in diesen Bereichen beruhte auf ihrer Überzeugung, dass die eigenen Chancen und die soziale Behandlung nicht auf dem Geschlecht basieren sollten.
Schmidt hat neben ihren politischen Ämtern auch eine Reihe von Beiräten und Organisationen regiert. Sie beteiligte sich aktiv an Gesprächen und Projekten zur Sozialdemokratie und Politikentwicklung in der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Ihr Engagement in zivilgesellschaftlichen Gruppen zeigte noch mehr, wie sehr sie sich für Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit einsetzt.