Profil und Biografie

Abgesehen von ihren beruflichen Erfolgen gaben ihr Privat- und Familienleben Ratnas Charakter mehr Komplexität. Als Schwester von Noel und Jimmy Naval Tata führte sie die Tradition der Familie Tata anmutig und entschlossen fort. Ratna selbst war eine leidenschaftliche Unterstützerin der philanthropischen Projekte und Spenden der Familie Tata, die immer bekannt waren. Ihr Engagement für die Förderung benachteiligter Gemeinschaften und die Verbesserung der Lebensqualität unzähliger Menschen spiegelte ihr Einfluss über den Sitzungssaal hinaus in viele humanitäre Aktivitäten wider.

Ratna gewann zu Beginn ihrer Karriere viele Auszeichnungen, die ihren Einfluss auf Gesellschaft und Industrie hervorhoben. Zu diesen Auszeichnungen gehörten die angesehenen Padma Vibhushan und Padma Bhushan, mit denen ihre außerordentlichen Beiträge zu mehreren Disziplinen und ihr großartiger Dienst gewürdigt wurden. Ihre Karriere war ein Höhepunkt voller Erfolge, als sie 2015 von CNN-IBN zur Indian of the Year in Business gekürt wurde. Jede dieser Ehrungen war mehr als nur eine persönliche Ehre; sie waren ein Beweis für die Werte, die die Tata Group hochhält – Werte wie Ethik, Gemeinschaft und Kreativität.

Ratna glaubte ihr ganzes Leben lang aufrichtig daran, dass Wirtschaft mit Rücksicht auf die Gesellschaft koexistieren könnte und sollte. Im Rahmen einer sich schnell verändernden Weltwirtschaft, in der Unternehmen mit den Anforderungen an Nachhaltigkeit und ethische Unternehmensführung zu kämpfen hatten, wurde diese Perspektive noch wichtiger. Die Tata Group, die oft als Vorreiter in Sachen sozialer Unternehmensverantwortung angesehen wird, stand unter ihrer Leitung und legte einen Fahrplan fest, dem viele andere folgen würden. Ratnas Standpunkt ermutigte die Unternehmensgemeinschaft, Gewinnziele mit Zweckmäßigkeit in Einklang zu bringen, und bewies damit, dass finanzieller Erfolg tatsächlich mit sozialer Wirkung koexistieren kann.

Ratnas Einfluss reichte über die Tata Group hinaus, da sie in Wirtschaftskreisen Anerkennung fand und regelmäßig gebeten wurde, ihre Meinung auf Konferenzen und Wirtschaftshochschulen zu äußern. Viele junge Unternehmensleiter und Unternehmer – insbesondere Frauen, die mit den Schwierigkeiten einer männerdominierten Unternehmensumgebung zu kämpfen hatten – wünschten sich ihre Erfahrung und ihr Wissen als Mentorin. Sie setzte sich leidenschaftlich für die Stärkung der Frauen ein, da sie der Meinung war, dass Frauen genauso wie Unternehmen der Gesellschaft helfen können, sehr wichtig sein können, um Unternehmen und Gemeinschaften zu verändern.