Das Spitzenkandidat-Verfahren bei der Europawahl
2019 stellte auch Webers Führung auf die Probe. Sollte seine Partei gewinnen, sollte Weber als Spitzenkandidat der EVP das Amt des Präsidenten der Europäischen Kommission übernehmen. Obwohl Webers EVP die meisten Sitze gewann, wurde Ursula von der Leyen schließlich vom Europäischen Rat zur Präsidentin gewählt. Obwohl dieses Ergebnis Weber und die EVP sehr enttäuschte, ging er mit der Angelegenheit klug um und widmete sich weiterhin seiner Verantwortung gegenüber der EVP und dem Europäischen Parlament.
Zu Webers zahlreichen Errungenschaften gehörte seine Unterstützung digitaler Innovationen und Veränderungen in Europa. Er hat immer wieder betont, wie die EU in der weltweiten digitalen Wirtschaft weiterhin wettbewerbsfähig sein muss. Weber hat sich für Gesetze eingesetzt, die das Wachstum der digitalen Infrastruktur, Innovation und Forschung sowie die Vermittlung digitaler Kompetenzen fördern. Sein idealisiertes Europa ist eines, in dem Technologie die soziale und wirtschaftliche Entwicklung vorantreibt und garantiert, dass jeder Mensch von der digitalen Revolution profitiert.
Ein Teil von Webers Führung war auch seine Haltung zu Umweltbelangen. Da er versteht, wie dringend der Klimawandel stattfindet, hat er den europäischen Grünen Deal unterstützt, der Europa zum ersten Kontinent machen soll, der bis 2050 klimaneutral wird. Obwohl es kein einfaches Unterfangen ist, ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Expansion und ökologischer Nachhaltigkeit zu finden, hat Weber die Notwendigkeit einer gerechten und integrativen Umstellung auf eine grüne Wirtschaft betont, die keine Nachbarschaft oder Region hinter sich lässt.