Deschamps wechselte von der Leistung in die

Verwaltung und begann seine Trainerkarriere 2001 beim AS Monaco. Sein Einfluss war augenblicklich, als Monaco 2004 das Finale der UEFA Champions League erreichte. Dies war eine seltene Leistung für eine Mannschaft dieser Größe. Deschamps verlor gegen Porto, aber seine taktischen Fähigkeiten und seine motivierende Kraft für seinen Kader waren klar. Seine Leistung in Monaco ebnete den Weg für die nächsten Führungspositionen.

Deschamps übernahm Olympique de Marseille im Jahr 2009 nach einer kurzen und anspruchsvollen Karriere bei Juventus, in der er dem Team nach der Calciopoli-Affäre dabei half, sich in die Serie A zu erholen. Der Erfolg prägte seine Zeit bei Marseille, weil er der Mannschaft zum Gewinn ihrer ersten Ligue-1-Meisterschaft seit 18 Jahren verhalf. Diese Saison bestätigte seinen Ruf als erstklassiger Manager und bereitete ihn auf seinen nächsten, vielleicht wichtigsten Test vor: die Leitung der französischen Nationalmannschaft.

Deschamps wurde 2012 zum Trainer der französischen Nationalmannschaft ernannt. Sein offensichtliches Ziel war es, dem französischen Fußball wieder seinen früheren Glanz zu verleihen. Seine Amtszeit begann mit dem Wiederaufbau, wobei der Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer Talente und der Förderung von Disziplin und Harmonie innerhalb des Teams lag. Die ersten Jahre hatten uneinheitliche Ergebnisse, aber Deschamps‘Vision wurde klar.

Frankreich zeigte im Viertelfinale der FIFA-Weltmeisterschaft 2014 eine ordentliche Leistung und deutete damit auf die zukünftigen Möglichkeiten der Mannschaft hin. Dennoch wurde Deschamps‘Einfluss erstmals bei der UEFA Euro 2016 deutlich. Nach der Ausrichtung des Turniers zog Frankreich ins Finale ein und musste sich knapp Portugal geschlagen geben. Trotz des Rückschlags hatte Deschamps ein geschlossenes und wettbewerbsfähiges Team aufgebaut, das die Voraussetzungen für den nächsten Triumph bereitete.

Deschamps‘Bemühungen erreichten bei der russischen FIFA-Weltmeisterschaft 2018 ihren Höhepunkt. Frankreich gewann und gewann seine zweite Weltmeisterschaft mit einem Team voller Potenzial, das sich durch eine Mischung aus junger Energie und erfahrenen Kriegern auszeichnete. Nach Mário Zagallo und Franz Beckenbauer war Deschamps der dritte, der sowohl als Manager als auch als Spieler die Weltmeisterschaft gewann. Dieser Erfolg wurde durch seine Fähigkeit, Egos zu kontrollieren, den Zusammenhalt des Teams zu bewahren und Gewinnstrategien zu entwickeln, erheblich gesteigert.